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4. August 2015

Die großen Energieerzeuger sind auf der Verliererstraße

Beim letzten G7 Gipfel 2015 in Deutschland hat man sich zu der gemeinsamen Zusage durchgerungen, die globalen CO2-Emissionen bis 2050 um 70% zu senken. Im Dezember wird man in Paris sehen was diese Zusagen wert sind, wenn man sich zur Klimakonferenz COP21 treffen wird.

Sogar der Papst hat sich in die Diskussion eingeschaltet und eine der sehr raren Enzykliken herausgegeben, den Klimawandel den Menschen zugeschrieben und damit der religiösen Rechten in den USA einen schweren Schlag versetzt, die den Kimawandel bisher in Abrede stellen. Al Gore wird es freuen. Gerade in den USA sind einige Dinge im Wandel: Präsident Obama hat just den Clean Power Plan herausgegeben, der es den Kohlekraftwerken vorschreibt die CO2 Emissionen bis 2030 (ausgehend von Werten des Jahres 2005) um 32% zu senken und Hawaii ist der erste US-Bundesstaat der bis 2045 verbindlich auf 100% Erneuerbare Energien setzt. Derzeit verbrennt man Schweröl in Kraftwerken, damit soll bis dann Schluss ein.

Gérard Mestrallet, CEO von ENGIE (vormals GDF Suez, für die wir gerade ein Interim-Mandat abgewickelt haben) sagt dass fossile Investitionen vorbei sind und dass Erneuerbare der Standard für die Industrieländer werden. Starker Satz aus dem Munde des Chefs eines der größten Energieerzeugers Europas. ENGIE hat aber konsequent genug gerade Solairedirect SA, einen großen Photovoltaik-Projektentwickler in Frankreich gekauft. Weitere Tochtergesellschaften wie Tractebel beschäftigen sich schon länger mit Erneuerbaren Energien.

Die Divestment-Bewegung wächst ebenfalls weiter, auch hierüber hatten wir bereits am 24.05.2015 berichtet. Jede Minute werden die fossilen Energien weltweit weiterhin mit $10 Mio. Subventionen gefördert, wie lange noch ? Ein Umdenken ist dringend erforderlich. Für die großen Luftverschmutzer ist das Spiel sicherlich aus, wenn nicht gehandelt wird. E.ON hat sich in E.ON neu und Uniper aufgeteilt, E.ON behält alles was sich in Zukunft lohnen soll, Nuklear und Kohle gehen in die neue Gesellschaft. Die Risiken aus dem Nuklearrückbau landen irgendwann beim Steuerzahler.

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