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12. Juli 2015

Das EEG und die Erneuerbaren bleiben ein Spielball der Politik

Am 29. April 2015 veröffentlicht die Bundesnetzagentur die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde Solarstrom. Das Ergebnis ist keine Überraschung: die durchschnittlichen Kosten für die Einspeisevergütungsangebote der ausgeschriebenen PV-Freiflächenprojekte gemäß der vorliegenden Ergebnisse liegen bei 9,17 Cent/kWh und damit oberhalb der festen Einspeisevergütung von 8,59 Cent/kWh zzgl. Direktvermarktungsbonus.

Erfahrungen in England und anderen Ländern vor der Einführung der Green Fees haben deutlich gezeigt, dass Ausschreibungen und Quoten als Kostentreiber bei Erneuerbaren Energien gelten.

Die Ergebnisse zeigen dass die Vergütungen gemäß der ersten Ausschreibung um ca. 6,7 % höher sind als die Vergütung nach dem EEG.  Ab dem 1. September 2015 will das BMWi Freiflächenanlagen nicht mehr mit einer klassischen Einspeisevergütung vergüten. Dadurch wird eine der günstigsten Energiequellen per Gesetz blockiert. Ein weiterer Etappensieg der großen Energieerzeuger.

Das EEG-Konto weist derzeit einen Überschuss von mehr als 5 Mrd. € aus – hier sollte der Verbraucher durch eine geringere EEG-Umlage bzw. den Verzicht auf eine EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch entlastet werden.

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